Neue Liedvorschläge online!

Sie finden sowohl die Liedvorschläge für unseren Pastoralverbund als auch weitere Quellen in der Rubrik Downloads --> Liedvorschläge.

Unsere Organisten finden im internen Bereich außerdem die aktuellen Dienstpläne. Das Passwort kann man bei Herrn Leschke in Erfahrung bringen.
Der Junge Chor im Pastoralverbund und der Gast-Chor aus Nordkirchen gestalteten mit Tobias Leschke die weihnachtliche Andacht. - © Foto IKZ-Online, 07-01-2019

Jetzt einsteigen!

Auf unserer Webseite finden Sie Informationen zu den vielen musikalischen Angeboten im Pastoralverbund Iserlohn. Alle Chöre sind offen für neue Mitglieder. Einen kleinen Einblick gibt es hier.

Hast Du Interesse, mitzumachen? Dann sprich uns an!

Stellenausschreibung Dekanatskirchenmusiker/in (m/w/d)

Zurzeit ist die Stelle des Dekanatskirchenmusikers/der Dekanatskirchenmusikerin (m/w/d) vakant.

Hier ist im Folgenden der Link zur Stellenausschreibung als Dekanatskirchenmusiker/in im Dekanat Märkisches Sauerland (Pastoraler Raum Iserlohn) des Erzbistums Paderborn:
Stellenausschreibung

Pressestimmen zur Musik in der Advents- und Weihnachtszeit 2025

„Töne des Lichts“: Die katholischen Chöre Iserlohns zogen unter der Leitung von Tobias Leschke am zweiten Weihnachtstag alle Register. © IKZ | Stephan Greitzke

Tobias Leschke reißt das Publikum von den Sitzen: Zum letzten Mal in Iserlohn

Iserlohn. Der scheidende Kantor hat noch einmal gezeigt, wie sehr die katholische Kirchenmusik in Iserlohn gewachsen ist. So sollte es unbedingt weitergehen.
Von Ralf Tiemann, 29.12.2025

Der Besuch war überwältigend: Eine nahezu volle Aloysius-Kirche erlebt man nur selten. Der Abschied von Tobias Leschke als Iserlohner Dekanatskantor und sein letztes festliches Weihnachtskonzert, das am zweiten Weihnachtstag somit den Charakter eines Abschiedskonzertes bekam, hatten aber für einen ungewöhnlich hohen Zulauf gesorgt.
Dementsprechend überwältigend war auch das Finale dieses Konzertes, als alle Sängerinnen und Sänger der Chöre des Pastoralverbundes gemeinsam mit der riesigen Gemeinde und begleitet von dem Streicher-Ensemble „Ghiribizzo“ „Stille Nacht“ anstimmten. Einen so kräftigen und andächtigen Gesang hat man in Iserlohn vermutlich in diesem Jahr nirgendwo sonst gehört. Das war wirklich ein Weihnachtsmoment der besonderen Art, in dessen Mittelpunkt Tobias Leschke stand, der Gemeinde, Chor und Streicher mit großen Bewegungen zusammenhielt und diesen Moment mit einem breiten Lachen genoss. Danach brach tosender Applaus und Jubel los, den der scheidende Kantor durchaus persönlich nehmen durfte.

Alle Stile und den ganzen Kirchenraum genutzt

Abschied auf Raten: Tobias Leschke wechselt zum 1. Januar als Fachbereichsleiter nach Paderborn, bleibt seinen Chören aber zunächst noch erhalten. © IKZ | Stephan Greitzke

Zuvor gab es das versprochene „Weihnachts-Best-of“-Programm mit allen Chören und Ensembles, die die Iserlohner „Musica Sacra“ zu bieten hat – von der Choralschola bis zum Chor „ChantIs“ und vom Kammerchor bis zum „Collegium Vocale“, A-capella oder begleitet vom Orchester, teilweise in allen Stilen von der Gregorianik über Barock-Musik bis in die französische Romantik und den ganzen Raum der Kirche nutzend. Auch Instrumentalmusik mit Trompeter Martin Schröder war zu hören, eine Arie aus Bach Weihnachts-Oratorium mit Bassist Hanno Kreft als Solist und natürlich viele Weihnachtslieder, begleitet von Felicia Meyerrafken an der Orgel. Bis hin zu diesem fulminanten und gleichzeitig besinnlichen Finale bei „Stille Nacht“, das die Besucher von den Sitzen riss.
Das Konzert hat einmal mehr gezeigt, in welchem Maße die Kirchenmusik auf katholischer Seite in den vergangenen Jahren aufgeblüht ist – seit 2008 von Null zu einer solchen Pracht, woran Leschke in den sieben Jahren seiner Amtszeit großen Anteil hatte. Er dankte zum Abschied für die vielfältige Unterstützung im Pastoralen Raum – ganz ausdrücklich auch Pfarrer Dietmar Schulte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den „maximalen Freiraum für die Musik“.

Kommissarisch weiter als Chorleiter in Iserlohn

Es ist zu hoffen und dringend notwendig, dass diese Arbeit auch zukünftig weitergeführt wird und in guten Händen liegt – was derzeit nicht sicher ist. Denn das der- oder diejenige, die zukünftig die Musik weiterentwickelt und am Ende auch solche festlichen Konzerte auf die Bühne bringt, wurde noch nicht gefunden. Wie bereits berichtet konnte Leschkes Stelle bisher nicht wiederbesetzt werden und bleibt zunächst vakant. Das „Ein letztes Mal“, das er in seiner Begrüßung als Tageslosung ausgab, stimmte von daher nur zu Hälfte. Ein solches Konzertspektakel wie am Freitag wird er vermutlich tatsächlich nicht noch einmal in Iserlohn aufführen. Die Pflege der verschiedenen Chöre werden er und Hanno Kreft aber kommissarisch weiter übernehmen. Als angehender Fachbereichsleiter für Kirchenmusik im Bistum Paderborn stimme ihn diese Entwicklung traurig. „Als Tobias Leschke freue ich mich aber darauf, weiterhin in Iserlohn tätig zu sein.“

Quelle: https://www.ikz-online.de/lokales/iserlohn/article410807983/tobias-leschke-reisst-das-publikum-von-den-sitzen-zum-letzten-mal-in-iserlohn.html
(zuletzt: 03.01.2026)


Hanno Kreft und Tobias Leschke begeisterten mit einem stimmungsvollen Repertoire beim kammermusikalischen Konzert in Iserlohn.

Von Christian Otterstein,

© IKZ-Foto: Lucas Sellmann
Tobias Leschke und Hanno Kreft begeisterten mit Liedern zur Weihnacht im Forum St. Pankratius. © IKZ | Lucas Sellmann

Größer können die Kontraste nicht sein: Wurde noch drei Tage zuvor die große Aloysius-Kirche in Iserlohn durch den mächtigen Bläsersound des Landespolizeiorchesters NRW in ihren Grundfesten erschüttert, so erlebte man am Sonntag fünfzig Meter entfernt im Forum St. Pankratius ein intimes, kammermusikalisches Konzert, welches sich als absolutes Highlight für musikalische Feinschmecker herausstellte. Ein Liederabend mit Weihnachtsliedern stellt eine enorme Bereicherung der zahlreichen Weihnachtsprogramme dar, zumal, wenn sie auf einem künstlerisch derart hohen Niveau daherkommen.

Hanno Kreft, studierter Konzertsänger, Chorleiter und Stimmbildner im Pastoralverbund, hatte sich wunderbare Klavierlieder mit weihnachtlichem Bezug herausgesucht. Neben bekannten Klassikern wie „White Christmas“ und „The first Noel“, gab es eine Vielzahl von Neuentdeckungen, die im gängigen Repertoire kaum zu finden sind. Der Eröffnungsteil gehörte noch vertrauten Repertoirestücken wie den beliebten Weihnachtsliedern von Peter Cornelius, deren romantische, volkstümliche Tonsprache die Zuhörer sofort in entsprechende Stimmung versetzte. Das berühmte „Die Könige“ kombinierte auf geniale Weise die Erzählung von der Reise der Heiligen Drei Könige mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, welcher zu einer völlig anderen gesungenen Melodie in der Klavierbegleitung auftauchte.

Stimmvielfalt und musikalische Raritäten begeistern das Publikum

Bachs Weihnachtshit „Ich steh an Deiner Krippen hier“ leitete dann über zu drei Weihnachtsliedern von Engelbert Humperdinck (1854-1921) der mit seiner Oper „Hänsel und Gretel“ den wohl größten weihnachtlichen Bühnenklassiker komponiert hat. Ähnlich wie Cornelius bedient er sich einer volkstümlichen Tonsprache. Hanno Kreft bewies hierbei sein großes stimmliches Spektrum: Von den mächtigen Fortepassagen in „Der Stern von Bethlehem“ über das zurückhaltende, im kultivierten Mezzavoce vorgetragene „Christkindleins Wiegenlied“ bis hin zum locker fröhlichen „Altdeutschen Wiegenlied“ zog er souverän alle nötigen Stimmregister.
Musikalische Juwelen aus dem Schatzkästlein kaum bekannter Komponisten wie Arnold Cooke (1906 -2005), Vincente Emilio Sojo (1887-1974) oder des Niederländers Jan Wolters überraschten und begeisterten die Zuhörer stets aufs Neue und Tobias Leschke am Klavier erwies sich als kongenialer Begleiter, der nicht nur menschlich, sondern auch musikalisch perfekt mit Hanno Kreft harmonierte.

Skandinavische Komponisten sorgen für i-Tüpfelchen

Es würde den Rahmen sprengen, jedes einzelne Lied zu würdigen, jedoch sollten die Beiträge der skandinavischen Komponisten wie Edvard Grieg und Jean Sibelius nicht unerwähnt bleiben. Im „Weihnachtswiegenlied“ von Edvard Grieg ließ die Chromatik innerhalb der Melodie aufhorchen, die der weihnachtlichen Vorfreude fast ein wenig Vorahnung der Passionsgeschichte beimischte.

Quelle: https://www.ikz-online.de/lokales/iserlohn/article410714265/iserlohn-intimes-weihnachtskonzert-mit-klassikern-und-entdeckungen.html 
(zuletzt: 03.01.2026)

Fesselnde Aufführung von Mendelssohns „Elias“ in Iserlohn begeistert Publikum

Iserlohn. Eine gewaltige Aufführung von Mendelssohns „Elias“ in Iserlohn rührt am 9. November das Publikum – doch was macht dieses Werk so zeitlos?

Von Hubert Schmalor, 11.11.2025

Großartig, mitreißend und erschütternd zugleich – das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy fesselte das Publikum in der Aloysiuskirche in Iserlohn in einer denkwürdigen, in vielerlei Hinsicht überwältigenden Aufführung. Ein passender Termin: der 9. November, jener Tag, der zugleich an die Reichspogromnacht, den Mauerfall, den Hitlerputsch und die Novemberrevolution erinnert.

Mendelssohn hatte sein Oratorium für „recht dicke, starke, volle Chöre“ komponiert – und solche standen ihm in der Romantik mit den damals zahlreich aufgekommenen großen Singvereinen mit hunderten Sängern tatsächlich zur Verfügung. Diesem Ideal kam die Aufführung in Iserlohn beeindruckend nahe: Über 120 Sängerinnen und Sänger aus den Chören der Musica Sacra (Iserlohn), der Ars Musica St. Vincenz (Menden) und dem Kirchenchor St. Blasius (Balve) vereinten sich auf Initiative ihrer Chorleiter Tobias Leschke, Christian Rose und Maximilian Wolf zu einem mächtigen Klangkörper. Ihr Ziel war ehrgeizig: die gesamte Ausdruckskraft romantischer Chormusik zu entfalten, Mendelssohns Klangideal nahezukommen und den hohen musikalischen Anforderungen des Werkes gerecht zu werden. Dafür waren nicht nur organisatorisches Geschick, sondern vor allem eine enge musikalisch-interpretatorische Abstimmung zwischen den drei Chorleitern notwendig – schließlich verlangt das über zweistündige Werk in jeder Hinsicht Präzision und Ausdruckstiefe. Das Ergebnis: schlichtweg hervorragend.

Elias als Vorbild für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

„Ich hatte mir beim Elias einen Propheten gedacht, wie wir ihn etwa heut’ zu Tage wieder brauchen könnten“, schrieb Mendelssohn 1838. Kaum ein Satz könnte in unserer heutigen Zeit aktueller klingen. Inmitten globaler Krisen, politischer Unsicherheiten und wachsender Sprachlosigkeit gegenüber der Wahrheit sind Menschen gefragt, die sich – wie Elias – unbeirrt für Überzeugung und Aufrichtigkeit einsetzen. Darauf verwies auch Tobias Leschke in seiner Begrüßung, als er den Bogen zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 spannte und gemeinschaftliches Handeln gegen Hass und Verachtung, für Mitmenschlichkeit und Empathie forderte.

Doch worum geht es in Mendelssohns monumentalem Werk eigentlich? Im Alten Testament kündigt der Prophet Elias dem Volk Israel eine schwere Dürre an. Unter König Ahab und seiner machtbewussten Gemahlin Isebel hatte sich das Volk vom Gott Israels abgewandt und dem Wettergott Baal zugewandt. Erst als Elias das Zeichen des vom Himmel fallenden Feuers beschwört und schließlich der erlösende Regen einsetzt, kehren die Menschen zu Jahwe zurück. Doch Elias’ Sieg ist nur von kurzer Dauer: Zweifel, Erschöpfung und Einsamkeit stürzen ihn in eine tiefe innere Krise. Schließlich wandelt sich sein Gottesbild – weg vom strafenden Herrscher hin zu einem barmherzigen, tröstenden Gott. Gestärkt durch Vertrauen und Hoffnung führt Elias das Volk zur Umkehr, stürzt den König und fährt am Ende in den Himmel auf. Mit jubelnden Lobgesängen beschließt Mendelssohn sein Oratorium – ein Werk, das den Propheten als zutiefst menschliche, vielschichtige Gestalt zeigt: als Zweifler und Kämpfer, dessen Glaube aus der Kraft des Vertrauens erwächst.

Im Verlauf des Oratoriums übernimmt der Chor zahlreiche Rollen und trägt das dramatische Geschehen maßgeblich. Das aus drei Chören vereinte Ensemble meisterte die heroisch-prachtvollen wie auch die innig-lyrischen Passagen gleichermaßen überzeugend. Der Klang war ausgeglichen, homogen und von hoher stimmlicher Präsenz geprägt – mal aufrüttelnd und dramatisch, dann wieder feinfühlig und berührend.

Chorakademie Dortmund überzeugt mit Solisten und Orchester

Die drei Chorleiter führten, abwechselnd am Pult, sicher durch die Partitur mit ihren vielen spontanen Einsätzen von Chor, Solisten und Orchester. Die vier Solisten – Sophie Richter (Sopran), Dorothée Rabsch (Alt), Youn-Seong Shim (Tenor) und Andreas Elias Post (Bass) – überzeugten mit brillanter Gestaltung, klanglicher Präsenz, Strahlkraft insbesondere in den höheren Bereichen ihres Parts und sicherer Kommunikation mit dem Orchester, das in der akustisch anspruchsvollen Kirche souverän und professionell agierte. Das rund 40-köpfige Ensemble, bestehend aus Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Dortmund, bildete ein warmes, romantisch gerundetes Klangfundament und bestach durch Disziplin, Präzision und wohltuende dynamische Zurückhaltung, selbst in den Blechbläsern – keine Selbstverständlichkeit. Ein besonderer Moment war der kurze, aber betörend schöne Einsatz eines Solisten des Knabenchores der Chorakademie Dortmund, der am Ende des ersten Teils mit verdientem Zwischenapplaus bedacht wurde.

Auch wenn Tobias Leschke bei der Planung dieses Mammutwerks nicht ahnen konnte, dass er Iserlohn so bald Richtung Paderborn verlassen würde, darf diese Aufführung doch als Krönung seiner ereignisreichen und sehr erfolgreichen Zeit als Dekanatskirchenmusiker an St. Aloysius gelten. Das zahlreich erschienene Publikum dankte ihm und natürlich auch allen Mitwirkenden mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen.

Foto: © IKZ | Dennis Echtermann

Quelle: → https://www.ikz-online.de/lokales/iserlohn/article410420342/fesselnde-auffuehrung-von-mendelssohns-elias-in-iserlohn-begeistert-publikum.html
(zuletzt: 11.11.2025)

 

Elias

„Look at the world“ in Hamburg – Chorwochenende des Chores CantIs aus dem Pastoralen Raum Iserlohn zum 10-jährigen Jubiläum

„Die Gemeinschaft im Chor ist einfach etwas Besonderes!“ – mit diesen Worten brachte ein Chorsänger gleich zu Beginn auf den Punkt, was das Chorwochenende vom 10. bis 12. Oktober in Hamburg auszeichnete. 15 Sängerinnen und Sänger des Chores CantIs machten sich gemeinsam mit ihrem Chorleiter DKM Tobias Leschke und Stimmbildner Hanno Kreft per Zug auf den Weg in die Hansestadt, um das 10-jährige Bestehen des Ensembles zu feiern – und natürlich gemeinsam zu musizieren.

Neben Proben und dem Auftritt im Gottesdienst kam auch das gemeinsame Erleben nicht zu kurz: Eine Hafenrundfahrt, der Besuch der Plaza der Elbphilharmonie und zahlreiche Fischbrötchen gehörten ebenso zum Programm wie ein Spaziergang durch Hamburg in Richtung St. Elisabeth im Stadtteil Harvestehude. Dort durfte CantIs als Gastchor einen festlichen Gottesdienst mitgestalten.

Der herzliche Empfang und die große Gastfreundschaft der Gemeinde hinterließen einen tiefen Eindruck bei allen Mitwirkenden – ebenso wie die Beckerath-Orgel Opus 1 mit ihrem beeindruckenden Doppelspieltisch. Neben der mehrstimmigen Begleitung der Gemeindelieder präsentierte der Chor einen Querschnitt seines Repertoires. Dabei erklangen unter anderem „Look at the world“ von John Rutter sowie das Gloria aus der Missa4youth.

Die positive Resonanz der Kirchenbesucherinnen und -besucher – darunter auch ein prominenter Fernsehmoderator – erfüllte die Sängerinnen und Sänger mit besonderer Freude und Stolz.

Nach Chorwochenenden in Köln, Münster, Düsseldorf und Rom wird auch die Zeit in Hamburg als prägendes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Sie hat nicht nur die Gemeinschaft im Chor gestärkt, sondern allen Beteiligten einen weiteren (nicht nur) musikalischen Blick in die Welt geschenkt.

Nicole Wasner-Leschke

Von Tiefe und Wärme

Ferienchor

Ökumenische Orgelfahrt

Rückblick: „La Vie du Christ“ – Ein erfüllender Konzertabend

Am Sonntag, den 29. Juni 2025, durfte unser Kammerchor des Pastoralverbundes Iserlohn in der Kirche Heiligste Dreifaltigkeit das A-cappella-Programm „La Vie du Christ“ gestalten – ein ganz besonderer Abend für uns alle.

Vor rund 100 aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörern präsentierten wir Werke von Johann Michael Bach, Anton Bruckner, John Stainer, Francis Poulenc und weiteren Komponisten. Unser Chor konnte dabei seine Vielseitigkeit und Ausdruckskraft unter Beweis stellen: mit sicherer Intonation,  dynamischen Nuancen und viel Hingabe an die Musik. Die intensive Probenarbeit hat sich ausgezahlt, und ich bin sehr stolz auf die Leistung jedes und jeder Einzelnen im Ensemble.

Besonders gefreut haben wir uns über die wunderbaren Textrezitationen von Heinz Rüdiger Lülff, die den musikalischen Teil einfühlsam ergänzt haben.

Für mich als Dirigent war es ein erfüllendes Erlebnis, diese musikalische Reise mit meinem Chor und dem Publikum zu teilen. Die positive Atmosphäre, die konzentrierte Aufmerksamkeit und die herzliche Resonanz der Zuhörerinnen und Zuhörer haben diesen Abend für uns unvergesslich gemacht.  Wir danken allen, die gekommen sind, für ihr Interesse und ihre Wertschätzung – und freuen uns schon jetzt auf die nächsten gemeinsamen musikalischen Momente.

Tobias Leschke

Sommerklänge 2025 – Klassische Musik in ihrer Vielfalt erleben

Auch in diesem Jahr lädt die beliebte Konzertreihe „Sommerklänge“ wieder zu vier sommerlichen Abendveranstaltungen ein. An den Dienstagabenden im August präsentieren herausragende Musikerinnen und Musiker ein vielfältiges Programm – vom Orgelrecital über kammermusikalische Werke bis hin zu spannenden Klangkombinationen wie Klavier und Marimba.

Die Reihe findet in der Kirche St. Aloysius und im Forum St. Pankratius in Iserlohn statt und steht unter dem Motto:

„Klassische Musik in ihrer Vielfalt erleben“.

Programmübersicht:

  • 5. August 2025 – 19:30 Uhr, Kirche St. Aloysius

    Sommerklänge I: Orgelrecital „Bachblüten“

    DMK Tobias Leschke

  • 12. August 2025 – 19:30 Uhr, Kirche St. Aloysius

    Sommerklänge II: Orgelrecital

    DKM Benjamin Sutorius

  • 19. August 2025 – 19:30 Uhr, Forum St. Pankratius

    Sommerklänge III: F. Schubert – Oktett F-Dur, D 72

    Ensemble „La Réjouissance“

  • 26. August 2025 – 19:30 Uhr, Forum St. Pankratius

    Sommerklänge IV: Klavier plus Marimba

    Duo Miro

Der Eintritt ist frei.

Am Ausgang wird um eine Kollekte zugunsten des Fördervereins Musica Sacra e.V. Iserlohn gebeten, der diese Reihe auch in diesem Jahr wieder vollständig finanziert.

Herzliche Einladung – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kammerchorkonzert

Musik an Pfingsten

Pfingstkonzert

P

Bob Chilcott Nidaros Jazz Mass

Am-sterdam, Am-sterdam: Workshop „Groove auf der Orgel“ mit Matthias Nagel in Iserlohn

Wer kennt das nicht? Neues geistliches Liedgut soll mitreißend begleitet werden – doch auf der Orgel fehlt oft das gewisse Etwas, um den gewünschten Groove authentisch umzusetzen. Was zunächst als Herausforderung erscheint, wurde für die Teilnehmenden eines besonderen Workshops in der Bauernkirche Iserlohn zu einer inspirierenden Erfahrung.

Auf Einladung des Kirchenkreises Iserlohn, vertreten durch Kreiskantor Hanns-Peter Springer und des Dekanats Märkisches Sauerland mit DKM Tobias Leschke, bot Matthias Nagel eine intensive Fortbildung an der Grenzing-Orgel der Bauernkirche an. Die Resonanz war groß: 14 Organistinnen und Organisten, teils mit weiter Anreise, nahmen die Gelegenheit wahr, um ihre Fähigkeiten in der modernen Liedbegleitung zu erweitern.

Mit großer fachlicher Kompetenz und spürbarer Begeisterung führte Matthias Nagel in die Kunst der rhythmischen Gestaltung auf der Orgel ein. Er zeigte praxisnahe Möglichkeiten auf, wie sich pop- und rocktypische Rhythmen mit den spieltechnischen Möglichkeiten der Orgel verbinden lassen. Dabei ging es nicht nur um die richtige Artikulation oder Begleitmuster, sondern auch um harmonische Gestaltungsmöglichkeiten, die den Klang frischer und lebendiger machen. Besonders wertvoll waren Nagels Anregungen für gelungene Vorspiele, die einen fließenden Übergang zwischen freier Improvisation und Gemeindegesang ermöglichen.

Neben theoretischen Impulsen standen vor allem praktische Übungen im Mittelpunkt. Matthias Nagel demonstrierte satztechnische Besonderheiten verschiedenster Stilrichtungen – von Pop und Rock bis hin zu Siratki – und ließ die Teilnehmenden direkt an der Orgel erproben, wie sich rhythmische Akzente gezielt setzen lassen. Dabei erwies sich eine rhythmische Figur als besonders einprägsam: die charakteristische Kombination aus punktierter Viertelnote und nachfolgender Achtelnote. Kein Wunder, dass der Workshop mit einem Ohrwurm endete – „Am-sterdam, Am-sterdam“ hallte noch lange nach.

Ein herzlicher Dank gilt dem Förderkreis der Bauernkirche, dessen Unterstützung diese Fortbildung erst möglich gemacht hat. Durch sein Engagement konnte einmal mehr eine hochwertige musikalische Weiterbildung in Iserlohn realisiert werden, die den Teilnehmenden wertvolle Impulse für ihre kirchenmusikalische Praxis mit auf den Weg gab.

Jahresprogramm 2025

Sei gegrüßet, Jesu gütig – Orgelkonzert zur Fastenzeit

Projektchor “A Ceremony of Nine Lessons and Carols”

Festliches Weihnachtskonzert 2024

Iserlohn: Musikalische Sternstunde zum Lobe Marias

Magnificat-Veranstaltung in Aloysius
Beim „Magnificat“-Kammerchorkonzert in St. Aloysius in Iserlohn begeisterten die Musiker. © IKZ | Hubert Schmalor

Iserlohn. „Magnificat“-Kammerchorkonzert der Extraklasse unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Tobias Leschke begeistert in St. Aloysius in Iserlohn.

Von Hubert Schmalor

Eine musikalische Sternstunde zum Lobe Marias, der Mutter Gottes, hatte Dekanatskirchenmusiker Tobias Leschke konzipiert, in der zwei festliche Vertonungen des Magnificats die Eigenkomposition „Salve Regina“ einrahmten. Vieles drehte sich um Johann Sebastian Bach, auch wenn von ihm kein einziger Ton zu hören war. Der Lobgesang Marias aus dem Lukas-Evangelium hat in der Musikgeschichte zahlreiche Komponisten inspiriert, diesen als lateinischen Text in Form des Magnificat zu vertonen. Tobias Leschke hatte die Zuschauer in seiner Begrüßung eingeladen, „in die Kraft und Schönheit dieses Textes einzutauchen und sich auf seine Faszination einzulassen.“ Weiterhin wies Leschke auf die schwierigen akustischen Verhältnisse der Aloysiuskirche in Iserlohn hin: „Die komplexen Strukturen der beiden Magnificats sind eigentlich bei dieser Überakustik nicht aufführbar, deshalb sind wir in den hinteren Chorbereich ausgewichen, was optisch sicher nicht so optimal ist, akustisch sich aber in der Generalprobe als bester Kompromiss erwiesen hat“, erläuterte er die ungewohnte Anordnung der Aufführenden weit entfernt von den Zuhörern.

„Natürlich ist das Bach!“, war die Assoziation gleich nach den ersten Tönen. Strahlende Trompeten, barocker Festklang erfüllte den Raum und spätestens nach der großen Schlussfuge „Sicut erat in principio“ und einem klärenden Blick ins informative und attraktiv aufgemachte Programmheft war klar: Das war Bach! Allerdings nicht Johann Sebastian, sondern sein wohl in der Musikwelt bekanntester Sohn, Carl Philipp Emanuel Bach. Natürlich fällt auch hier der Apfel nicht weit vom Stamm, aber erstaunlich ist schon, dass des Sohnes „Magnificat“ im Gegensatz zu dem des Vaters so wenig bekannt ist – hat es doch vieles, was auch seinem Vater zur Ehre gereicht hätte. Nur eben etwas später entstanden, etwas klassischer, etwas homophoner angelegt. Ähnlich wie beim Magnificat seines Vaters ist der Text seiner Komposition auf mehrere, unterschiedliche Sätze verteilt. Zwei mächtige Chorsätze geben den Rahmen, ein etwas verhaltener Chorsatz (Et misericordia) wird in die Abfolge von solistisch vorgetragenen Arien eingefügt.

Im Aufbau sehr ähnlich konzipierte auch etwa 70 Jahre später der erst dreizehnjährige Felix Mendelssohn Bartholdy sein Magnificat. Mendelssohn Bartholdy war ein großer Anhänger von Johann Sebastian Bach und setzte sich in seiner Aufführungs- und Kompositionspraxis für die Wiederentdeckung der inzwischen etwas in Vergessenheit geratenen Werke des großen Meisters ein. So verwundert nicht die besonders in den Chorpassagen zu findende Vielzahl polyphoner Strukturen, die sich, natürlich unter Verwendung „romantisch“ erweiterter Harmonien, bis hin zu einer komplexen Fuge mit vier unterschiedlichen Themen steigern – das Werk eines Dreizehnjährigen, unglaublich. Und zwischen den beiden großen Kompositionen des Konzerts glänzte die kleine, aber sehr feine a-cappella Eigenkomposition „Salve Regina“ von Tobias Leschke, die durch variable Gegensätzlichkeiten und Klangreibungen, aber auch durch lyrische Melodieführung und eine harmonisch einfühlsame Schlusssequenz bestach.

Schwerstarbeit für das Orchester Ghiribizzo

Tobias Leschke hatte ein „Kammerchorkonzert“ angekündigt, sein Kammerchor des Pastoralverbundes Iserlohn ist jedoch dabei, mit seinen inzwischen mehr als 30 Sängern und Sängerinnen weit darüber hinauszuwachsen, ohne die Qualitäten eines kleinen Ensembles aufzugeben. So meisterte sein Chor die immensen Anforderungen der Werke und der Überakustik durch disziplinierte Artikulation, transparente, klare Stimmführung in den polyphonen Anteilen und konnte zusätzlich deutliche Pluspunkte bei einheitlicher und abgerundeter chorischer Klangentfaltung verbuchen. Tobias Leschke hat es geschafft, durch behutsame und fachlich abgesicherte Aufbauarbeit mit geschulten und offensichtlich chorerfahrenen Sängern einen Chor zu formen, der in Zukunft sicherlich noch öfters für musikalische Überraschungen sorgen und von sich hören lassen wird.

Auch für das konzentriert auftrumpfende und mit diversen Bläsern ergänzte Orchester Ghiribizzo war an diesem Abend Schwerstarbeit angesagt. Carl Philipp Emanuel Bach heißt eben nicht „leichter“ Bach und Mendelssohn Bartholdy ist auch nicht ein „Romantiker“, den man mal eben so vom Blatt spielen kann – Kompliment an das engagierte Ensemble. Bei den Soli und Arien beider Magnificats geht es in erster Linie um ausdrucksstarke, „malende“ und auch die Gefühle ansprechende Ausdeutungen des Lobgesangs Marias. Das Solistenquartett um Sophie Richter/Sopran, Heike Weber/Alt, Thomas Iwe/Tenor und Hanno Kreft/Bass, setzte dies mit durchsetzungskräftigen, sicher geführten und klangschönen Stimmen hervorragend um.

Am Rande bemerkt: Ein derart hochwertiges und sicher auch finanziell aufwendiges Konzert bei freiem Eintritt zu konzipieren, stellt, trotz unterstützender Sponsoren und der Hoffnung auf freizügige Spenden am Ausgang, eine interessante Variante der derzeitigen nicht nur im regionalen Raum zu beobachtenden Praxis dar.

Kammerchorkonzert 2024

Das Programmheft findet sich hier.

CantIs begeisterte bei Gerlingser Sonntagskonzert

Erfolgreicher Abschluss der Sommerklänge 2024

Mit einem stimmungsvollen Liederabend im Forum St. Pankratius fand die Konzertreihe „Sommerklänge 2024“ am Dienstagabend ihren gelungenen Abschluss. An vier Abenden im August boten die „Sommerklänge“ den zahlreichen Besuchern ein vielfältiges Programm klassischer Musik.
 

Zum Auftakt der Reihe am 6. August präsentierte die renommierte Organistin Annette Drengk ein Orgelrecital unter dem Motto „Komponistenpaare“. Im Mittelpunkt standen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel sowie von Clara und Robert Schumann. Auch Stücke der Komponistin Johanna Senfter, einer Schülerin von Max Reger, wurden aufgeführt. Drengk begeisterte das Publikum mit ihrer virtuosen Spielweise und einer durchdachten Programmgestaltung, die auch geschlechtsspezifische Aspekte der Musikgeschichte beleuchtete.

Eine Woche später, am 13. August, stand die Gitarre im Mittelpunkt. Die in China geborene und international vielfach ausgezeichnete Gitarristin Liying Zhu bot ein vielseitiges Programm, das von Franz Schuberts „Ständchen“ über Joaquín Rodrigos „Tres Piezas Españolas“ bis hin zu William Waltons „Five Bagatelles“ reichte. Zhu zeigte dabei unaufdringlich ihr großes technisches Können und die zahlreichen Ausdrucksmöglichkeiten der Gitarre, die das Publikum sichtlich beeindruckte.

Der dritte Abend der Reihe am 20. August stand ganz im Zeichen des Blechbläser-Ensembles Ruhrblech. Mit einer Mischung aus barocken Klängen von Georg Friedrich Händel und modernen Klassikern wie „The Pink Panther“ von Henry Mancini füllten die fünf Musiker das Forum St. Pankratius mit einer Klangpracht, die beim Publikum auf große Resonanz stieß. Mit rund 200 Besuchern, die auch das „Steigerlied“ in dem Arragement von Martin Schröder bestaunen konnten, war dieser Abend der bestbesuchte der gesamten Reihe.

Den Abschluss der „Sommerklänge 2024“ bildete am 27. August ein Liederabend, bei dem der Sänger und Stimmbildner im Pastoralverbund Iserlohn, Hanno Kreft und Dekanatskirchenmusiker Tobias Leschke am Flügel gemeinsam auftraten. Das Duo führte das Publikum mit Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ und Schumanns „Dichterliebe“ durch die Höhen und Tiefen der romantischen Musik. Die beiden Musiker boten eine fein abgestimmte Darbietung, die das Publikum mit langanhaltendem Applaus würdigte.

Die „Sommerklänge 2024“ zeigten erneut, wie vielseitig klassische Musik sein kann. Die Konzertreihe in Iserlohn hat sich auch in diesem Jahr als ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Region etabliert und bot Musikliebhabern eine Reihe von besonderen Erlebnissen. Bereits jetzt wird mit Vorfreude auf das kommende Jahr geblickt, in dem die „Sommerklänge“ erneut die Vielfalt der klassischen Musik präsentieren werden.

Erweckung der Kapelle Ortlohnpark aus dem “Dornröschenschlaf”

Lass die Sonne in dein Herz

 

Neuauflage des ökumenischen Ferienchores

Mit der Ankündigung „Lieder von Sommer, Spiel, Freude, Träumen für Jung und Alt zum Entspannen und Genießen“ lockte es rund 35 Sängerinnen und Sänger unterschiedlichen Alters vom 14. bis 16. August an drei Abenden bei sommerlichen Temperaturen zum Ferienprojektchor. Bereits 2016 fand die erfolgreiche Premiere statt, sodass Dekanatskirchenmusiker Tobias Leschke und Kirchenmusikdirektor Hanns-Peter Springer Ende 2023 das Projekt wiederbeleben wollten. „Mich haben immer wieder Mitglieder der Chöre angesprochen, dass wir doch mal wieder einen Sommerchor machen könnten, sodass ich Lust hatte, ein solches Projekt durchzuführen!“ sagte Tobias Leschke. Und die Anmeldungen gaben ihm Recht: Eine gut gelaunte, konfessionell gemischte Gruppe kam der Einladung nach und hatte sichtlich Freude an den sommerlichen Liedern: „Bei den Liedern von ABBA und Udo Jürgens kommt bei mir richtig Urlaubsstimmung auf. Dieses Projekt macht einfach gute Laune“, merkte eine der Sängerinnen an und bekam von mehreren Personen ein zustimmendes Nicken.

Ein besonderes Highlight war das kleine, öffentliche Abschlusskonzert, zu dem es mehr als 40 Zuhörerinnen und Zuhörer lockte. Tobias Leschke lud alle zum Mitsingen der allseits bekannten Lieder ein und dirigierte den Chor, während Hanns-Peter Springer den Chor mit seinem leichtfingrigen Klavierspiel begleitete. „Über den Wolken“ von Reinhard Mey machte den Anfang und zog das Publikum sofort in seinen Bann.

Im Anschluss versammelten sich die Teilnehmenden zu einem geselligen Grillabend, bei dem die gemeinsam erlebte Musik und die neu geknüpften Kontakte gefeiert wurden.

Die durchweg positiven Rückmeldungen bestätigten den Erfolg dieses besonderen Ferienchorprojekts, das Musikliebende unterschiedlicher Konfessionen und Altersgruppen zusammenbrachte und bereits auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Die einzigartige Atmosphäre und der Spaß am gemeinsamen Singen machten die Abende zu einem unvergesslichen sommerlichen Erlebnis.

Nicole Wasner-Leschke

Das diesjährige Programmheft finden Sie hier.

Der Chor CantIs unterwegs in Köln

 

Nach einer wunderbaren Chorreise nach Rom im letzten Jahr blieb der Chor CantIs nun in der Nähe, um genauer zu sein im benachbarten Erzbistum Köln. Also ging es für ein Wochenende in die Karnevalsstadt. Dort sollten alle Bedingungen mitspielen, um ein schönes Wochenende zu verbringen.

Das Wochenende startete mit einem gemeinsamen Abendessen mit anschließender Probe. In dieser haben wir schon ein wenig in einen Teil des bevorstehenden Weihnachtsprogramms hineingeschnuppert. Darauf folgte ein netter Abend mit allen Mitgliedern des Chores bei guter Musik, die die Sängerinnen und Sänger auf das Wochenende einstimmte.

In weiteren Proben am Samstag wurde dann das Programm für das eigentliche Highlight des Wochenendes, die Gestaltung einer Vorabendmesse im Kölner Dom, einstudiert. Neben bekannten Taizé-Liedern und Liedern von John Rutter wurden auch Lieder aus der neuen geistlichen Musik geprobt. Bei bestem Septemberwetter konnte neben den Proben die Gemeinschaft des Chores beim gemeinsamen Spaziergang entlang des Rheins gestärkt werden. Am Abend kam dann der Teil des Wochenendes, der wohl allen Chormitgliedern im Gedächtnis bleiben wird: Die Gestaltung der Messe im Kölner Dom. Dort angekommen wurde – um auf die Orgelempore zu gelangen – sich ein Weg durch die Sakristei und so einige andere Bereiche des Doms gebahnt. Diese hätte man sonst beim Besuch des Doms wohl nicht zu sehen bekommen. Oben auf der Empore angekommen begann zeitnah schon die Messe. Den imposanten Kölner Dom mit seinem eigenen Gesang zu füllen ist für alle ein besonderes Erlebnis gewesen, was so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Beim gemeinsamen Abendessen im traditionellen Bierhaus am Rhein mit rheinischem Essen und Kölsch fand der Abend einen schönen Ausklang. Das Abendessen sowie insbesondere die Messe bildeten einen beeindruckenden Abschluss für ein rundum gelungenes Wochenende in Köln. 

Linda Barbezat

Sommerklänge 2023 in Iserlohn: Entdecken – Hören – Staunen

Sucht man nach einer Beschreibung für die Sommerklänge des Jahres 2023 in Iserlohn, so scheint die Trias aus Entdecken, Hören und Staunen geradezu besonders zutreffend als Beschreibung für die diesjährige Reihe zu sein. Vorgeschaltet zum ersten Konzert, das DKM Tobias Leschke als Hausherr bestritt, gab es in diesem Jahr einen Orgelworkshop mit einem anschließenden Mini-Konzert für die jüngsten Orgelfans.

Zu diesem ersten Orgelnachmittag hatten sich zwölf Kinder angemeldet. In diesem Format fand die Veranstaltung zum ersten Mal statt und hat bei den Kindern großen Eindruck hinterlassen. Denn nach dem kleinen Konzert kamen die jungen Zuhörer*innen über die schmale Wendeltreppe hoch zur Orgel-Empore – allein das war schon ein Abenteuer. Oben angekommen, hatten sie dann die „Königin der Instrumente“ genauer kennengelernt – die vielen Pfeifen, die zusammen ein ganzes Orchester aus Trompeten, Oboen und Flöten bildeten, der Spieltisch mit den drei Manualen und dem Pedal sowie auch die einzelnen Pfeifen, in die sie hineingepustet und einen Ton erzeugt hatten. Wer wollte, durfte auch selbst etwas spielen, gerne auch „Alle meine Entchen“, mit Hilfe von Tobias Leschke und einem Finger – jeder hatte mal klein angefangen. Zum Abschluss spielte Leschke den Kindern noch das fröhliche Stück „Echoes of Joy“ von Hans-Andrè Stamm vor, und danach hätte eigentlich Schluss sein sollen. Die Kinder ließen sich jedoch von der Orgel überhaupt nicht wegkriegen. Tobias Leschke musste auch versprechen, diesen kleinen Besuch an der Orgel im nächsten Jahr zu wiederholen, was er auch auf jeden Fall vorhatte.

Beim abschließenden Konzert wurden Werke zum Thema „Orgel zwischen Himmel und Erde“ von Johann Sebastian Bach, Marcel Dupré, Charles-Marie Widor sowie Ausschnitte aus den Zyklen „L´Ascension“ und „La Nativité du Seigneur“ von Olivier dargeboten und von Publikum mit kräftigem Beifall honoriert.

Die 16-jährige Harfenistin Amerie Schlösser aus Wuppertal wurde von Tobias Leschke im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen entdeckt und für einen Auftritt in Iserlohn gewonnen. Trotz ihrer jungen Jahre hatte sie bereits im Bundesjugendorchester gespielt und zahlreiche Auszeichnungen in Wettbewerben erhalten. Nach dem Abitur setzte sie ihr Studium an der Musikhochschule Düsseldorf fort. Bei ihrem Auftritt moderierte sie charmant und bescheiden, führte Gedichte ein, die ihre musikalischen Gedanken begleiteten. Ihre Darbietungen umfassten Werke wie die Sonate von Sophia Corri-Dussek, die „Epices“ von Bernard Andrès, die „Fantaisie pour harpe“ von Camille Saint-Saëns und das Impromptu-Caprice von Gabriel Pierné. Durch ihre Interpretationen verband sie Klänge mit Assoziationen wie dem Sommerwind, Vogelgezwitscher, Schmetterlingen im Sonnenstrahl und der einbrechenden Dämmerung. Das Publikum war von der Kombination aus Musik und begleitenden Gedichten begeistert und forderte eine Zugabe, die sie mit einem südamerikanischen Stück erfüllte.

Mit Amelie Held aus New York gestaltete eine besondere Persönlichkeit an der Orgel das dritte Konzert. Mit höchster Musikalität und atemberaubender Präzision gestaltete Amelie Held ein Programm, das unter dem Titel „Heimatliebe“ sowohl komplexe Literatur von Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Reger verband, als auch eigene Transkriptionen wie das berühmte Kaiserquartett von Joseph Haydn beinhaltete. Alle Stücke spielte sie mit überzeugender Leichtigkeit und erntete nach dem Schlussstück „ Variationen über ein Thema von Händel“ von Arno Landmann zurecht langen Applaus des beeindruckten Iserlohner Publikums.

Den Abschluss der diesjährigen Reihe bildete ein bewegender Liederabend mit Konstantin Paganetti und Anastasia Grishutina. Als Schlusspunkt der Konzerte überzeugte der Liederabend mit sehr vielen Emotionen und beeindruckender Dramatik. Mit dem Titel „Von tödlichem Wasser und lebendigem Wein“ war das Konzert überschrieben. Dabei spannten die beiden Interpreten einen überzeugenden Bogen von den dramatischen Liedern zum „tödlichen Wasser “ bis hin zu ausgelassenen Liedern auf den Wein und das pralle Leben. So kam nach dem mit begeisterten Applaus honorierten Konzert im Publikum die Frage nach „Herbstklängen“ und „Winterklängen“ auf und ließ die Vorfreude auf die Sommerklänge 2024 steigen.

„Hören – Staunen – Entdecken“- so sind die Sommerklänge 2023 sicherlich gut beschrieben. Ergänzt werden sollte eventuell auch „Erleben“, denn es lohnt sich immer wieder dabei zu sein.

Orgel- Nachtgedanken mit der Schola St. Pankratius

1000 gute Gründe mit DKM Tobias Leschke

Chorworkshop

Eine starke Gemeinschaft und höchster (musikalischer) Genuss in Rom

Romfahrt des Jungen Chores im PV Iserlohn vom 02.10.2022 bis 06.10.2022

 

Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Wartezeit war es nun endlich so weit. Die Vorfreude steigerte sich von Woche zu Woche, und so recht konnten wir es auch nicht glauben, aber tatsächlich landeten wir am Sonntagabend nahezu pünktlich auf dem Aeroporto di Roma Fiumicino ‘Leonardo da Vinci’ in der ewigen Stadt Rom.

Von hier an begann eine Reise, von der niemand ahnen konnte, wie sehr sie für uns alle unvergesslich wurde.

Man kennt seine Mitsingenden von der Chorprobe und von Auftritten. Dass die Chemie zwischen allen stimmt, war schon immer klar, aber die Fahrt nach Rom hat uns gezeigt, dass wir mehr als nur ein Chor, nämlich eine sehr starke Gemeinschaft – eine echte „Gruppo“ – sind.

Beginnend bei den Fahrgemeinschaften zum Flughafen und den gemeinsamen Abendessen (jeden Tag in einem anderen Viertel Roms) haben wir den Großteil der Zeit gemeinsam verbracht und uns nochmal besser kennen und schätzen gelernt. 

Zu verdanken hat der Junge Chor im Pastoralverbund Iserlohn diese wunderbare Erfahrung nicht nur der hervorragenden Planung und Reiseleitung, sondern auch der Stadt Rom selbst und dem Apostel Petrus höchstpersönlich. Ihm wird ja nachgesagt, dass er verantwortlich für das Wetter sei, und für uns hat er in dieser Woche sein Bestes gegeben – Strahlender Sonnenschein und spätsommerliche Wärme haben die Schönheiten dieser einzigartigen Stadt erstrahlen lassen: Kolosseum, Forum Romanum, Fontana di Trevi und Piazza Navona brachten im Sonnenschein ihre Schönheiten in unfassbarer Weise hervor. Die Generalaudienz am Mittwochmorgen auf dem Petersplatz, bei der unser Chor den Heiligen Vater – Papst Franziskus – sehr nah erleben durfte, war sicherlich ein herausragendes Erlebnis unserer Fahrt. Und das anschließende Mittagessen in der Hostaria „I Quattro Mori“, in der auch schon Päpste essen waren und in der nur die Wahl zwischen „Carne“ (Fleisch) oder „Pesce“ (Fisch) erfolgt, hat diesen besonderen Tag auch kulinarisch abgerundet.

Das absolut größte und für uns alle prägendste Ereignis war jedoch die Chorprobe mit anschließendem Auftritt unseres Chores in der wunderschönen Kirche Santa Maria dell´Anima der deutschsprachigen Katholiken in Rom. Es war ein erhabenes Gefühl, als kleiner Iserlohner Chor in der heiligen Stadt singen und die Abendmesse gestalten zu dürfen. Das anschließende Konzert unseres Chorleiters und Dekanatskirchenmusikers Tobias Leschke an der Orgel zusammen mit unserer ehemaligen Stimmbildnerin, der Sopranistin Anna Kristina Naechster, in dieser wunderschönen Umgebung war definitiv das absolute Highlight dieser wundervollen fünf Tage in Rom.

Nichts konnte jemals die Gemeinschaft dieses Chores so sehr stärken wie die Reise nach Rom, die für alle unvergessen bleiben wird.

 

Oliver Dege

Neue Kirchenmusikalische Mitteilungen

Die Kirchenmusikalischen Mitteilungen des Erzbistums Paderborn für das erste Halbjahr des Jahres 2024 sind online. Sie finden sie hier.

Besprechung

Einteilung der Organistendienste:

regelmäßig im Forum St. Pankratius

 

 

Besuchen Sie uns auch bei Instagram und Facebook